Donnerstag, 02 Oktober 2014 00:00

Sollte Nicht?

geschrieben von

 



„Aber diese, die eine Tochter Abrahams ist, die der Satan band – siehe! - achtzehn Jahre lang, sollte (musste) nicht gelöst werden von dieser Fessel am Tage des Sabbats?“  Lukas 13, 16

Hattest du jemals den Gedanken, ob es wirklich Gottes Wille ist, dich zu heilen? Könnte es sein, dass Gott die Krankheit, unter der du gerade leidest, in deinem Leben zugelassen hat, weil es nicht immer sein Wille ist, jedes Gebrechen und jede Krankheit zu jeder Zeit zu heilen?
Ich möchte an dieser Stelle in aller Deutlichkeit klarstellen, dass es immer Gottes Wille ist, jede Krankheit und jedes Gebrechen zu heilen, die der Feind in dein Leben hineinbringen könnte. An diesem bestimmten Sabbat lehrte Jesus gerade in eine der Synagogen. Unter den Zuschauern war eine Frau anwesend, die dem Herrn zuhörte, während er lehrte.  Sie war zusammengekrümmt (gebeugt) und konnte sich nicht gerade aufrichten, so wie ein normaler Mensch. In diesem Zustand befand sie sich bereits seit achtzehn langen Jahren. Kannst du dich in gekrümmter Haltung vorstellen, nichts anderes betrachtend als den Boden? Was für eine grausame Aussicht – ohne Hoffnung darauf, jemals fähig zu sein, sich aufzurichten und die Welt wieder so zu betrachten, wie eine gesunde Person sie sieht. Der Teufel liebt es, Männer und Frauen Gottes dazuzubringen, den Blick auf den Boden gerichtet zu halten, während sie durch's Leben gehen. Aber an diesem Tag sah Jesus diese Frau und sagte zu ihr: „Frau, du bist  gelöst von deiner Schwachheit!“ Dann legte er die Hände auf sie und auf der Stelle wurde sie gerade gemacht und aufgerichtet und sie begann, Gott zu preisen und zu verherrlichen. Aber in der Synagoge gab es jemanden, der nicht glücklich über das war, was gerade passiert war. Es war der Synagogenvorsteher, die Person, von der man denkt, dass sie außer sich sein müsste, vor Freude, dass eine seiner Mitglieder Heilung empfangen hatte. „Sechs Tage gibt es, an denen man zu arbeiten hat. Kommt also an diesen und lasst euch heilen und nicht am Tage des Sabbats.“ Kannst du gerade hier diese religiöse Selbstgerechtigkeit spüren, die er zeigte, während er diese Worte laut ausspricht und sie durch die Synagoge hallen? Aber warum hat gerade er, der Synagogenvorsteher, diese Frau nicht in einer der sechs Tagen geheilt, über die er gerade sprach? Er hatte das Wort Gottes – dasselbe Wort Gottes, welches Jesus dort lehrte. Er, der Synagogenvorsteher, war dafür verantwortlich, jedem seiner Mitglieder in der Synagoge beizubringen, welche Rechte sie aufgrund des Bundes hatten, den Gott einst mit Abraham schloss, worin miteingeschlossen ist, dass ihnen Heilung zustand. Dieser Synagogenvorsteher hatte achtzehn Jahre, oder 5.616 Tage (minus dem Sabbattag), um dieser Frau zu dienen und um sie freizusetzen. Warum hat er dies nicht getan? Er war dafür zuständig. Wenn wir als Leiter und Pastoren nicht das vollkommene Wort Gottes predigen und es unsere Mitglieder lehren, werden wir vor Gott dafür zur Rechenschaft gezogen werden. Jesus hat kein Blatt vor den Mund genommen, als er dem Synagogenvorsteher antwortete. Er bezeichnete ihn als Heuchler and eklärte, dass selbst am Sabbat der Ochse und der Esel von seiner Krippe losgebunden und zum Wasser geführt wird. Und sollte diese Frau, die eine Tochter Abrahams ist und die Satan achtzehn Jahre gebunden hat, nicht von dieser Fessel am Tage des Sabbats gelöst werden? Diese Frau hatte einen Bund mit Gott! Es war ihr legales Recht, völlig heil gemacht zu werden. Heilung war ein Teil des Bundes mit Abraham! Aber jetzt haben wir einen neuen Bund – einen besseren Bund (Hebräer 8, 6) der ausruft: Durch seine Striemen sind wir geheilt! Wieviel länger willst du gekrümmt sein unter einem Gebrechen, ob physisch, geistig, oder seelisch? Du solltest davon freigesetzt und heil gemacht sein, was immer es auch sein mag. Du bist ein Sohn, eine Tochter Abrahams in diesem neuen Bund!

Bibelstelle: Lukas 13, 10-17

 

Von Jürgen Eichermüller

Letzte Änderung am Donnerstag, 02 Oktober 2014 10:40